Parteitag der Münsterland-FDP mit Nachwahlen

Es herrschte eine durchweg positive Stimmung auf dem Parteitag der Münsterland-FDP, der am Montagabend in Münster-Roxel stattfand. Der für ein Impulsreferat angereiste Verdener FDP-Abgeordnete Dr. Gero Hocker erhielt kräftigen Beifall, als er den Vorsitzenden der Münsterland-FDP, den Bundestagsabgeordneten Karlheinz Busen aus Gronau für seine Schwerpunktthemen im Bundestag lobte. Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht, das Verbot von Windkraftanlagen in Wäldern und das Abschaffen unwürdiger Tiertransporte seien für die Freien Demokraten wichtige Themen.

 

Karlheinz Busen selbst setzte in seiner Rede zu den angereisten 99 Delegierten andere Schwerpunkte. Vorrangiges Thema in Münster bleibe der Wohnungsbau, den man nur durch den Abbau von Bürokratie und den Verzicht auf immer neue Bauvorschriften beschleunigen könne. Auf totale Ablehnung stieß bei den Freien Demokraten die Idee der Grünen, Wohnungseigentümer zu enteignen. Dem wollen die Liberalen „Freiheit, Selbstbestimmung und den Schutz des Eigentums“ entgegen setzen.

 

Als eines der wichtigsten Themen in den Flächenkreisen rund um Münster sieht Karlheinz Busen die Mobilität und Erreichbarkeit der Zentren an. Um den ländlichen Raum attraktiv zu halten, biete hierbei die Forschung immer mehr kreative Lösungen an. Voraussetzung dafür aber sei, dass die Digitalisierung konsequent vorangetrieben werde. Forschung und Innovation sieht Busen auch als wichtigste Voraussetzung für den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätze im Münsterland an.

 

Bei den Nachwahlen zum Bezirksvorstand der Freien Demokraten wurden die LWL-Landesrätin Judith Pirscher aus Münster und der Steinfurter FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Brockmeier zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dr. Thomas Schulze-Eckel und Wiebke Reering aus dem Kreisverband Steinfurt sowie Maximilian Kemler und Heinrich Götting aus dem Kreisverband Münster bestimmten die Delegierten zu neuen Beisitzern.